How-to

Umstieg von AnyRail

Hol deinen AnyRail-Plan herüber — Gleise, Flexgleise, Höhen, Ebenen, Flächen und Texte kommen mit. Was fehlt, steht hier.

Dauer: 10 Min

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Du planst bisher mit AnyRail? Trackplanner liest AnyRail-Dateien direkt ein — du musst nichts exportieren und nichts umrechnen. So kommt dein Plan herüber, und so weißt du vorher, was mitkommt und was nicht.

Schritt 1 — Die Plandatei finden

AnyRail speichert jeden Plan als Datei mit der Endung .any. Speichere den Plan in AnyRail wie gewohnt und merk dir den Ordner. Der Import liest Dateien aus AnyRail 7 und aus allen älteren Versionen (AnyRail 6, 5 und früher).

Schritt 2 — Datei importieren

Melde dich an, öffne auf der Startseite „Plan importieren” und zieh die .any in das Fenster. Die Datei wird auf unserem Server ausgewertet; um daraus einen Plan anzulegen, brauchst du ein Konto.

Auf der Startseite: „Plan importieren" unter „Neues Projekt anlegen"

Die Vorschau zeigt das erkannte Gleissystem und wie viele Objekte übernommen werden. Darunter listet ein kurzer Bericht, was außer den Gleisen mitkommt, was wegfällt und welche Artikel nicht zugeordnet werden konnten. Mit „Importieren” wird daraus ein neuer Plan.

Schritt 3 — Was ankommt (und was nicht)

Trackplanner erkennt das Gleissystem am AnyRail-Bibliothekskürzel und baut den Plan aus unseren Bibliotheken neu auf.

Diese Gleissysteme werden erkannt: Piko A, Roco geoLine, Roco Line (mit und ohne Bettung), Märklin K, Märklin Z, Fleischmann Profi, Fleischmann Modellgleis, Fleischmann piccolo, Minitrix, Arnold N, Trix Express, Peco (H0 Setrack/Streamline, N Code 80 Setrack/Streamline, N Code 55), Atlas (H0 Code 100/83, N Code 80), Kato Unitrack N, Hornby (Standard und Dublo), Bachmann E-Z Track, Lionel FasTrack, Shinohara Code 100.

Noch nicht erkannt werden unter anderem Märklin C, Märklin M, Tillig und Piko N. Besteht ein Plan nur aus solchen Gleisen, bricht der Import mit „Das Gleissystem … wird (noch) nicht unterstützt” ab. Mischt er erkannte und nicht erkannte Systeme, kommt der erkannte Teil herüber, der Rest zählt als unbekannte Artikel.

Das wird übernommen:

  • Gleise mit Artikelnummer — Geraden, Bögen, Weichen, Kreuzungen, Drehscheiben, jeweils mit ihren Verbindungen.
  • Flexgleise mit ihrer genauen Biegung.
  • Höhen und Steigungen am Gleis.
  • Ebenen mit Name und Sichtbarkeit.
  • Flächen und Linien mit Füll- und Konturfarbe sowie Texte mit Farbe, Größe, Drehung und Schrift. Flächen, Linien und Texte kommen aus allen AnyRail-Versionen; bei sehr alten Dateien (AnyRail 4 und früher) fehlen Konturfarbe, Schriftart und -größe.
  • Die Grundplatte (AnyRails Anlagenplatte) — nur bei Dateien aus AnyRail 7.
  • Maßbänder als Maße.
  • Landschaft und Zubehör — Bäume, Sträucher, Hecken, Signale und Gebäude werden zu Zubehör-Objekten, soweit wir ein passendes Modell haben.

Das wird nicht übernommen:

  • Zubehör ohne passendes Objekt — der Bericht zählt, was wegfällt.
  • Tunnel- und Brückendarstellung, Stromkreise und die Arbeitsfläche.
  • Höhen von Flächen — Flächen liegen flach.
  • Maße auf ausgeblendeten Ebenen.
  • Unbekannte Artikel — Gleise, die es in unserer Bibliothek (noch) nicht gibt, bleiben weg. Der Bericht in der Vorschau listet sie mit Artikelnummer auf.

Ohne Premium behältst du importierte Ebenen, Höhen und Steigungen und siehst sie in 3D; bearbeiten kannst du sie mit Premium.

Der importierte Plan — das Gleissystem wird automatisch erkannt

Schritt 4 — In der Planprüfung nachsehen

Öffne nach dem Import die Planprüfung: Sitzen alle Stöße sauber, stimmen die Radien (Mindestradius beachten)? Lücken durch unbekannte Artikel siehst du im Plan als offene Enden (⋯).

Der importierte Plan in der Planprüfung

Warum funktioniert das? Die Rechtslage kurz erklärt

Dein Gleisplan ist deine Arbeit — nicht die des Programms, mit dem du ihn gezeichnet hast. Dass Trackplanner ihn lesen darf, ist im europäischen Recht klar geregelt:

  • Das Dateiformat ist nicht als Programm geschützt. Der Europäische Gerichtshof hat entschieden: Weder die Funktionalität eines Computerprogramms noch das Format seiner Datendateien genießt den Schutz, den das Urheberrecht dem Programm selbst gibt (Urteil vom 2. Mai 2012, Rechtssache C‑406/10, SAS Institute). Wer ein Dateiformat liest, kopiert kein Programm.
  • Interoperabilität ist gewollt. Die EU-Software-Richtlinie (2009/24/EG) erlaubt es, die Funktionsweise eines Programms zu beobachten, zu untersuchen und zu testen (Art. 5 Abs. 3) und — wo nötig — sogar seinen Code zu dekompilieren, damit unabhängige Programme zusammenarbeiten können (Art. 6). Diese Rechte lassen sich per Lizenzvertrag nicht ausschließen (Art. 8). Im deutschen Recht stehen sie in §§ 69d, 69e und 69g UrhG.
  • Das andere Programm wird nicht gebraucht. Trackplanner enthält keinen Programmcode des anderen Programms und liefert keinen aus; für den Import muss es nicht installiert sein. Aus deiner Datei lesen wir, welches Gleis wo liegt, und setzen den Plan mit den Gleisen aus der Trackplanner-Bibliothek neu zusammen.
  • Den Namen dürfen wir nennen. Wer sachlich sagt, welche Dateien sein Produkt lesen kann, benutzt eine fremde Marke zum Verweis auf deren Produkt — das erlaubt das Markenrecht, solange es den anständigen Gepflogenheiten entspricht (§ 23 Abs. 1 Nr. 3 und Abs. 2 MarkenG, Art. 14 Unionsmarkenverordnung).

AnyRail ist eine Marke ihres Inhabers; Trackplanner steht in keiner Verbindung zum Hersteller.

Die Voraussetzung liegt bei dir: Importiere deine eigenen Pläne. Einen Plan, den jemand anderes entworfen hat — aus einem Forum, einer Tauschbörse oder einer Zeitschrift —, darfst du nicht als deinen veröffentlichen. Ohne Premium sind Pläne öffentlich sichtbar; deshalb bestätigst du beim Import, dass der Plan von dir stammt.

Wie weiter?