Hundeknochen
Der Hundeknochen ist ein in der Mitte zusammengedrücktes Oval: zwei Kehren an den Enden, dazwischen zwei eng nebeneinanderliegende Gleise, die wie eine zweigleisige Strecke wirken — von oben erinnert die Form an einen Knochen. Wie im gewöhnlichen Oval fährt der Zug dabei immer in derselben Richtung im Kreis: auf dem einen Gleis hin, auf dem anderen zurück. Die Kehren sind deshalb keine Kehrschleifen und brauchen auch im Zweileitersystem keine besondere Schaltung; liegen sie verdeckt, etwa im Tunnel, wirkt die Anlage wie eine echte Strecke von A nach B. Ein Gleiswechsel zwischen den beiden Gleisen ändert das: Mit ihm kann ein Zug in Gegenrichtung auf sein Ausgangsgleis zurückkehren, die Anlage enthält dann eine Kehrschleife und braucht im Zweileitersystem eine Kehrschleifen-Schaltung. Dasselbe gilt für eine eingleisige Strecke mit einer Wendeschleife an jedem Ende (engl. loop-to-loop), die manche ebenfalls Hundeknochen nennen: Dort ist jede der beiden Endschleifen eine echte Kehrschleife.