Kurvenwechsel im Gefälle

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Bergab von der Seite und der Krümmungssprung von oben: die zusammengedrückte Kulisse kann dort nicht ausfahren

Was wird geprüft? Ob innerhalb einer Rampe die Krümmung springt — Gerade→Bogen, Radiuswechsel oder Gegenbogen. Gemeint ist jede Rampe: In einer der beiden Fahrtrichtungen ist sie immer ein Gefälle.

Warum ist das wichtig? Bergab schiebt der Zug von hinten, die Lok hält von vorn dagegen — jede Kurzkupplungskulisse steht unter Druck und klemmt in der eingefahrenen Stellung. Solange die Krümmung nicht springt, bleibt das folgenlos: Bei konstantem Radius stellen sich die Kulissen einmal ein und bewegen sich danach nicht mehr; bei stetig veränderlicher Krümmung — im Übergangsbogen — verteilt sich dieselbe Ausschwenkung über die ganze Bogenlänge, statt an einem Stoß auf einmal anzufallen. Am Krümmungssprung dagegen müssen sie ihre Stellung auf einen Schlag ändern — genau dort, wo der Druck sie festhält. Die Puffer legen sich aneinander und wirken wie eine starre Strebe; im Bogen zeigt ihre Kraft nach außen, und der Wagen zwischen schiebendem Zug und haltender Lok ist das schwächste Glied. Im 2D-Plan sieht die Stelle harmlos aus — deshalb wird sie beim Planen fast immer übersehen.

Wie schlimm ist es? — die Fahrtrichtung entscheidet. Gezogen ist der Wechsel weitgehend harmlos: Der Zug hält die Kulissen ausgefahren, sie müssen nichts gegen den Druck bewegen. Gefährlich ist das Schieben — bergab von selbst, beim Rangieren absichtlich. Es verschärfen: lange Wagen (mehr Ausschwenkung je Grad Krümmungssprung), ein langer schwerer Zug hinter der Sprungstelle und ein enger Radius hinter dem Sprung.

So behebst du es:

  1. Übergangsbogen einbauen — ein Flexgleis verschleift den Sprung, die Kulisse fährt allmählich aus statt auf einen Schlag. Die Planprüfung baut ihn auf Klick („Übergangsbogen aus Flexgleis”).
  2. Konstanten Radius über die ganze Rampe führen — dann ändert sich die Krümmung überhaupt nicht. Wendeln sind aus genau diesem Grund durchgehend gleichradiig.
  3. Den Sprung ins ebene Stück legen — ohne Gefälle kein Schub, ohne Schub keine klemmende Kulisse.

Zahlen & Voreinstellungen: geprüft ab 1,0 % Steigung. Gemessen wird die Krümmung an den beiden Enden des Stoßes — entscheidend ist also der Sprung dort, nicht die Frage, ob der Radius über die Rampe konstant bleibt. Als Sprung zählt ein Krümmungsunterschied ab 1,5 · 10⁻³ 1/cm (H0-Wert, mit der Baugröße skaliert): Piko A R48 ↔ R54 zählt, R90 ↔ R100 nicht. Zwischen zwei Flexgleisen gilt die gröbere Schwelle 2,5 · 10⁻³: Die Teilstücke einer gebauten Übergangskette stoßen mit Rest-Sprüngen bis ≈ 2 · 10⁻³ aneinander — Fit-Rauschen derselben Kurve, kein echter Sprung. Ein sauber gebauter Übergangsbogen meldet deshalb nichts: An seinen Rändern bleibt der Sprung unter 1,5 · 10⁻³, im Inneren unter der Flex-Schwelle. Ein Gegenbogen zählt immer, egal wie klein der Sprung ist.

Drei Auswege, je in Draufsicht und Höhenprofil: ein Radius, Übergangsbogen, Sprung im ebenen Stück